Fotoarchiv Gade

Private Dias. 1970/80er Jahre

Text © Thomas Gade

Ankauf im September 2011 auf einem Flohmarkt. Name des Bestands: 201109-A


Diverse

Marina mit vielen Segelbooten am Meer. Der Turm links im Hintergrund könnte das Marine-Ehrenmal in Laboe sein. Dann läge die Marina in Kiel an der Ostsee, vermutlich ist es der Hafen Schilksee.

141 Dias

Das Konvolut besteht aus 141 Dias. Ich erwarb sie auf einem Flohmarkt. In späteren Jahren habe ich mich mit so kleinen Konvoluten, die mehrere Themen umfassten, nur noch selten befasst, weil sie nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Werk eines Fotografen darstellen und meistens nicht zu erfahren war, wer sie waren.

Die Urheber bleiben unbekannt und der Aufwand zum Verfassen einer eigenen ‚Autorenseite‘ mit einer kurzen Darstellung des Werks ist eigentlich zu aufwendig für die wenigen Bilder. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man davon ausgehen, dass die ursprünglichen Dias im Zuge der Auflösung eines Haushalts Verstorbener in kleine Posten aufgeteilt wurden, die anschließend auf Flohmärkten oder über eBay verkauft wurden. Dabei geriet die ursprüngliche Sortierung vermutlich durcheinander, und manches wurde wohl schlichtweg entsorgt.

Ein solches Ende eines fotografischen Nachlasses ist keineswegs ungewöhnlich. Erben stehen in einer Zeit der Trauer vor der Aufgabe, eine Bestattung zu organisieren und zugleich den Haushalt der Verstorbenen aufzulösen. Wenn der eigene Alltag oder größere Entfernungen zu den Wohnorten der Verstorbenen dies erschweren, werden häufig gewerbliche Wohnungsauflösungen beauftragt, die oft zugleich als Trödel- oder Antikhändler tätig sind. Sie verwerten die Gegenstände aus solchen Haushalten, soweit dies möglich ist. Dadurch bleiben die Kosten für die Erben überschaubar, wenn sie überhaupt etwas dafür zahlen müssen. Für viele ist das die praktikabelste Lösung, um mit der Situation zurechtzukommen. Allerdings gehen dabei oft persönliche Erinnerungsstücke und Dokumente verloren, insbesondere voluminöse analoge Fotografien wie Auftragstaschen mit Negativen und Abzügen oder eine zwei- bis dreistellige Anzahl von Diamagazinen und Fotoalben. Weder die Erben noch die Auflöser nehmen sich in der Regel die Zeit, solche Bestände im ursprünglichen Zustand und komplett an Archive oder Sammler weiterzugeben, die sie systematisch sichten und erhaltenswerte Bilder für die Zukunft sichern könnten.

Hinzu kommt, dass fotografische Nachlässe von Amateuren zunächst kaum einen finanziellen Wert besitzen. Das Sichten, Aussortieren, Umpacken von Dias und Negativen in neue Hüllen, das Auflösen dicker Fotoalben sowie das anschließende Scannen, die digitale Bildbearbeitung und das Einpflegen von Suchbegriffen und Bildbeschreibungen sind äußerst aufwändige Prozesse, die in der Regel niemals angemessen vergütet werden. Zwar wären Sammler, die sich dem Erhalt historischer Fotografien als Teil eines kulturhistorischen Erbes widmen, oder Museen und andere institutionelle Archive unter Umständen bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Doch wenn Erben, denen diese Materie fremd ist, zunächst annehmen, die Fotos könnten einen finanziellen Wert haben, ist die Enttäuschung groß, wenn sich das Gegenteil herausstellt. Das senkt verständlicherweise die Motivation, einen kompetenten Empfänger zu suchen und so kommt es häufig zum Verlust solcher Nachlässe.

Kleine Konvolute, die auf Flohmärkten verkauft werden, sind dann die letzten Reste solcher Vorgänge und man weiß nicht einmal, ob das Sammelsurium von einem Fotografen stammt oder von mehreren.


Foehr

DasFahrgastschiff / die Fähre MS Störtebeker der W.D.R. liegt bei Ebbe auf Schlick vor der Insel Föhr. Der Sinn der Aktion ist nicht erkennbar, ev. geschah das für Reinigungsarbeiten am Unterwasserschiff.


Frankreich - Eiffelturm in Paris

Der Eiffelturm ist ein von 1887 bis 1889 von Gustave Eiffel für die Weltausstellung erbauter Turm aus Eisenfachwerk in Paris. Er wurde zum Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich war er 300 Meter hoch und wurde später durch Sendemasten für den Rundfunk auf 330 Meter erhöht.


Israel

Nackter Mann auf einem Felsen neben einem Gewässer.


Polen

Marienburg (Zamek w Malborku) in Malbork am Fluss Nogat in Polen. Sie ist die größte Backsteinburg Europas.



Italien - Venedig

Der Markusplatz (italienisch: Piazza San Marco) ist das historische Zentrum Venedigs und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Er wurde im 9. Jahrhundert angelegt und ist von bedeutenden Bauwerken umgeben. Mit seiner Größe von etwa 175 m Länge und 82 m Breite ist er der einzige Platz in Venedig, der offiziell als „Piazza“ bezeichnet wird. Die anderen heißen „Campo“. Der Markusdom (offiziell Basilika St. Markus, italienisch Basilica di San Marco) im Hintergrund ist eine römisch-katholische Kirche.